Aufbau und Funktionsweise

Das Regenwasser wird über vorhandene Fallrohre von der Dachfläche durch einen vormontierten Feinfilter in die Zisterne geleitet und so gereinigt (1. Reinigungsstufe). Alternativ besteht auch die Möglichkeit einen Filter vorzuschalten.

In der Zisterne selbst findet eine weitere Reinigung durch Sedimentation statt (2. Reinigungsstufe). Durch den im installierten Zulaufberuhiger gelangt das Regenwasser langsamer in den Tank, wodurch sich Sedimente am Tankboden ablagern können ohne ständig wieder aufgewirbelt zu werden.

Ein überlaufen der Zisterne wird mithilfe des Überlaufsiphons verhindert. Überschüssiges Regenwasser, sowie Schwimmstoffe auf der Wasseroberfläche werden so ebenfalls an die Kanalisation bzw. Versickerung abgegeben (3. Reinigungsstufe).

Pumpe, Trinkwassernachspeisung und Systemsteuerung bilden das Herz der Anlage, die Regenwasserzentrale. Bei Bedarf gelangt das gesammelte Regenwasser mithilfe einer im Tank montierten Pumpe über separate Leitungen zur Entnahmestelle. Die Entnahme des Regenwassers aus dem Tank erfolgt über einen schwimmenden Ansaugfilter, dieser saugt das gesammelte Regenwasser ungefähr 20 cm unterhalb der Wasseroberfläche an und leitet es weiter zur Entnahmestelle. Das Wasser wird 20 cm unterhalb der Wasseroberfläche angesaugt, da es hier am saubersten und mit Sauerstoff angereichert ist. In Trockenperioden sichert die Trinkwassernachspeisung die Versorgung der angeschlossenen Verbraucher. Die Nachspeisung erfolgt in den meisten Fällen hausintern.

Eine qualitativ hochwertige Zisterne, ausgestattet mit den richtigen Komponenten, gewährleistet eine ausreichende Reinigung des Trinkwassers. Krankheitserreger und andere Mikroorganismen vermehren sich im Tank nicht, da Regenwasser zu sauer und nährstoffarm ist.